Natürlich heizen mit Erdwärme

Erstellt von Hartwig unter Tipps
14
Dez
2011

Die regenerative Energiequelle der Erdwärme (auch Geothermie) hat zahlreiche Vorteile.
Als erstes lässt sich damit der Ausstoß von Treibhausgasen reduzieren. Und unabhängig vom Klima und der Jahreszeit steht die Erdwärme immer zur Verfügung und ist auch in Zukunft nahezu unerschöpflich. Im privaten Bereich verwendet man zur Nutzung dieser aus Kostengründen häufig Erdwärmesonden, die durch vertikale Bohrungen nur in eine Tiefe von wenigen Metern in Verbindung mit Wärmepumpen eingesetzt werden. Diese Sondenbündel beinhalten eine Wärmeträgerflüssigkeit, die im geschlossenen Kreislauf zirkuliert, sodass die Energie aus dem Erdboden durch die Wärmepumpe ins Haus gelangt. Diese sorgen dafür, dass sich die in den oberen Erdschichten auf ca. 13°C erwärmte Wärmeträgerflüssigkeit weiter erwärmt. Das geschieht indem ein elektrischer Kompressor den Druck der Erdwärmepumpe erhöht, sodass die Temperatur steigt, die dann in einem Pufferspeicher für die Warmwasseraufbereitung und Raumwärme zur Verfügung steht.

Zum Antrieb des Kompressors werden Elektromotoren und somit Strom benötigt, sodass längere Stromausfälle ein Problem darstellen. Jedoch ist der Bedarf an Strom auch viel geringer, als anschließend Wärme für ein ganzes Haus zur Verfügung steht. Wichtig ist, dass die Sonden, die in u-förmigen Schlaufen verlaufen, engen Kontakt zum umgebenen Erdreich haben. Alternativ zum Heizen im Winter lassen sich die Sonden auch zur Kühlung im Sommer verwenden. Dafür wird die Wärme der Räume mit Hilfe eines Wärmetauschers und der Erdwärmesonde in den Erdboden geleitet und gespeichert. Im Winter nutzt man diese dann wieder anders herum zum Erwärmen der Räume, sodass Geothermie eine effiziente Heiz- und Kühlmethode darstellt. Noch effektiver ist die Erdwärme mit Hilfe einer (teureren) Tiefenbohrung, durch die schneller mehr Wärme an die Umgebung abgegeben werden kann. Erdwärme lässt sich in einer dritten, und ebenfalls preisintensiveren, Variante auch über das Grundwasser nutzen, wofür man zwei Brunnen benötigt. Aus dem ersten Brunnen pumpt man das Wasser aus und gibt die Wärme an einen Wärmetauscher ab. Dann führt man das Wasser im zweiten Brunnen wieder dem Grundwasser zu.

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